Kennzeichnen im Labor

Dieser Beitrag erschien im LABO Magazin für Labortechnik und Life Sciences. Ausgabe 11/2020, www.labo.de

cab Proben mit AXON 2

In Laboren umfasst Kennzeichnung schon lange nicht mehr nur die bloße Beschriftung von Behältern. Proben, Reagenzien und Präparate finden in der Patientendiagnose und weltweit in der klinischen, biotechnischen, pharmazeutischen und akademischen Forschung Verwendung. Hier fordert die Gute Laborpraxis (GLP) maschinenlesbare Kennzeichnung. Für die schnelle und zuverlässige Analyse sowie Rückverfolgbarkeit müssen Identitäten, Herstellungs- und Verfalldaten ersichtlich sein, spezifische Codes und Nummern bei der Verarbeitung und bei langjähriger Lagerung verwertbar bleiben. Chemikalien benötigen zweifarbige Piktogramme, medizintechnische Instrumente eindeutige IDs. Vertraulichkeit personenbezogener Daten ist sicher zu stellen. Thermotransferdruck und Laserbeschriftung bieten Laboren die hierzu geforderte hohe Güte.

Bleibender Eindruck

Thermotransferdrucker ermöglichen Punktdichten bis zu 600 dpi, einen hohen Kontrast und Eindruck gestochen scharf bis in die Randbereiche. Damit lassen sich mit dem Auge selbst kleine Schriften und mit Scannern auch sehr kleine Barcodes noch einwandfrei verifizieren. Zeit- und kostenintensive Recherchen, Beeinträchtigungen bei der Patientenversorgung oder Verzögerungen bei der Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln reduzieren sich auf ein Minimum. Auch benötigt das thermische Druckverfahren keine Wartezeiten für das Trocknen von Farbe. Es können also nonstop beliebig große Mengen Rollenware gedruckt werden. Die gedruckten Informationen bleiben bei mechanischen Einflüssen oder unter der Einwirkung von Wasser oder Lösungsmitteln eindeutig lesbar.

Labore erhöhen gemeinhin die Produktivität und außerdem die Zuverlässigkeit bei der Identifikation, indem sie in Ergänzung zum Drucker geeignete Verbrauchsmaterialien beziehen. Sterilisierung unter Dampfdruck, die Probenlagerung bei Temperaturen bis nahe minus 200 °C in Flüssigstickstoff oder Färbeverfahren können ein Etikett beschädigen, anderweitig unlesbar machen oder es vom Behälter ablösen. Von cab für Laboranwendungen empfohlene Etiketten und Transferfolien (Pendant zum Druckerfarbband) werden auf alle gängigen Resistenzen geprüft. Die Oberflächen dieser Etiketten sind optimiert für das Thermotransferverfahren, die Durchmesser der Rollen und Kerne auf cab Drucker abgestimmt, ebenso die Wicklung.

Probenröhrchen

Proberöhrchen kennzeichnen

Im Labor entstandene, mikroskopisch untersuchte oder gelagerte Proben sind bisweilen nicht ersetzbar. Entsprechend hoch ist ihr Wert. Ihre Aufbereitung erfolgt üblicherweise in Röhrchen. Diese lassen sich besonders schnell und verlässlich mit Etikettendruckern beschriften, in die sich von Hand oder automatisiert, zum Beispiel durch einen Roboter, Röhrchen einsetzen lassen und die eine Etikettiereinheit integrieren. Eingesetzte Röhrchen werden nach dem Druck unmittelbar etikettiert. Bedruckte Röhrchen können einzeln abgenommen oder in einer Sammelbox aufgefangen werden.

Das cab Modell AXON 2 kann Röhrchen mit Durchmessern zwischen 10 und 17 mm, mit oder ohne Kappe, beschriften. Mit dem für Anfang 2021 geplanten AXON 1 werden sogar 35 mm möglich sein. Bei diesem Gerät werden die Röhrchen von oben vertikal stehend eingesetzt. Seine flache Bauform begünstigt den Einbau überall dort, wo im Labor wenig Platz zur Verfügung steht. Beim AXON 2 erfolgt die Beschriftung in horizontal liegender Position im klassischen Druckergehäuse. Das Gesamtpaket aus intelligenter Firmware-Architektur, schlankem Code der cab-eigener Druckerprogrammiersprache und einer hoch performanten CPU führt zu schnellen Verarbeitungszeiten. Das Bedrucken und Etikettieren dauert bei beiden AXON-Modellen weniger als zwei Sekunden.

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Etikettendrucker AXON 1

Etikettendrucker AXON 2

Objektträger

Reagenzglasträger kennzeichnen

Sollen Trägersysteme verschiedener Größen oder Geometrien punktgenau beschriftet werden, sind modulare Druck- und Etikettiersysteme die erste Wahl. Hierbei wird eine Etikettiereinheit an einen Etikettendrucker montiert. Diese hat zum Aufbringen eines Etiketts einen Übergabestempel. Passend zur Höhe des zu beschriftenden Objekts wird die Hublänge gewählt, der Stempel passend zur Oberflächenstruktur dieses Objekts. Beispielsweise lassen sich die von einem cab SQUIX-Drucker gedruckten Etiketten mittels eines Hubapplikators auf Reagenzglasträger setzen. Eine Kombination aus Dreh- und Hubzylinder etikettiert Mikrotiterplatten. Außerdem stehen verschiedene Systeme zur Verfügung, die zylindrische Körper rund um deren Umfang etikettieren.

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Etikettendrucker SQUIX mit Applikator S3200

Druck- und Etikettersystem HERMES Q

Anwenderbericht: Hermes+ System etikettiert Behältnisse im Pharmasektor

Gefahrgut

Gefahrgutkennzeichnung im Labor

Potenziell gefährliche Stoffe wie Chemikalien unterliegen der Einstufungspflicht gemäß Global Harmonisiertem System (GHS). Als Signal an Verbraucher und Umwelt sind sie mit rot-schwarzen Hinweisen zu kennzeichnen. Die CLP-Verordnung regelt die Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen in Europa, nennt Vorgaben für die Etiketten und die Größe der Warnsymbole.

Üblicherweise arbeiten Etikettendrucker einfarbig. cab Drucker der XC-Serie waren die ersten, die im Gerät zwei Druckköpfe anbieten. Somit ist der Zweifarbdruck in einem Arbeitsgang möglich. Labore brauchen für die Gefahrgutkennzeichnung nicht länger vorbedruckte Etiketten in hoher Anzahl auf Lager vorhalten. Werden Etiketten nur teilweise bedruckt, wird einer der Druckköpfe angehoben und die Thermotransferfolie wird während des Etikettentransports angehalten. Diese Sparautomatik senkt den Materialverbrauch der Transferfolie, die als Schmuckfarbe dient, deutlich.

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Etikettendrucker XC

Druck- und Etikettiersystem Hermes C

Antikörpertests

Antikörpertests kennzeichnen

SARS-CoV-2 stellt Labore vor Herausforderungen. Um mittels einer Blutprobe innerhalb weniger Minuten Antikörper nachzuweisen, werden unter anderem Testkassetten benötigt. Auch diese sind entsprechend der Vorschriften zur Serialisierung und Rückverfolgbarkeit eindeutig zu identifizieren. Industrielle Anlagen fertigen diese Kassetten und verpacken sie in Beutel. Für die Beschriftung der Beutel nach Pharmaregularien lassen sich ein Druckmodul und ein Etikettiergerät in eine industrielle Anlage integrieren. Ein Video zeigt diese Anwendung: www.cab.de/kraus-video

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Etikettiergeräte IXOR

Druckmodule PX Q

Anwenderbericht: Covid-19-Schnelltest: Maschinenkombination stellt bereit, beschriftet und verpackt

Laborlogistik

Laborlogistik

Geht es um die Gesundheit, ist Sicherheitsbewusstsein gefragt. Laborproben oder Blutkonserven müssen den richtigen Empfänger erreichen, etwa Kliniken, Forschungsinstitute, Apotheken. Ebenso wie bei der Verarbeitung und Lagerung medizinischer Güter gelten auch bei deren Versand und Transport Richtlinien, insbesondere zur Umverpackung und deren Identifizierung. Eindeutig bedruckte Etiketten beschleunigen den sicheren Umschlag.

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Etikettendrucker zur Laborkennzeichnung

Etiketten und Transferfolien in der Medizintechnik

Laborbesteck und Mikrogläser

Metallbesteck laserbeschriftet

Pinzetten, Zangen oder Scheren machen sich in Laboren als wiederverwendbare Hilfswerkzeuge unentbehrlich. Entsprechend der Unique Device Identification (UDI) sind sie fälschungssicher direkt zu kennzeichnen. Hier ist ein Laser besonders wirtschaftlich. Für den Einsatz im Labor empfehlen sich kompakte Tischsysteme wie der XENO 1 von cab. Darin sind die Laserstrahlquelle und die Steuerung in einem gemeinsamen Laserschutzgehäuse nach Schutzklasse 1 integriert. Das System wird betriebsbereit geliefert. Seitliche Öffnung des Schutzgehäuses gewährleistet beidseitig optimalen Zugriff und gute Sicht zum Einrichten der gewünschten Markierposition mit dem Vorschaulaser.

Laserbeschriftung ist kontrastreich und gewährleistet sichere Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszeitraum. Mögliche Unzulänglichkeiten wie etwa eine Beanstandung bei Kontrollen werden eliminiert. Auch Objektträger aus Glas zur Aufnahme von Mikropräparaten und deren Analyse unter dem Mikroskop lassen sich mit dem Laser eindeutig kennzeichnen.

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Laserbeschriftungssystem XENO 1

Wirtschaftlich automatisieren

Informationssysteme im Labor

Laborarbeit umfasst für gewöhnlich den Eingang von Aufträgen, die Gewinnung von Proben, deren Zentrifugation und Analyse entsprechend definierter Parameter. Nach der Freigabe der Ergebnisse werden Proben und Daten dokumentiert, archiviert und Befunde übermittelt. Zur Sicherung der Qualität nach ISO-Standard, für die Verwaltung aller Daten und deren Austausch inhouse, an Behörden oder Auftraggeber, sind heute vermehrt automatisierte LIMS im Einsatz. In solchen Informationssystemen verarbeiten Mitarbeiter, Systeme und deren Komponenten fortlaufend Informationen, speisen ein oder führen ab. Labore profitieren von beschleunigten Abläufen, höherer Produktivität und Qualität, Auftraggeber von der Senkung der Kosten.

Die diesen Leitsystemen zugrundeliegenden Dienste werden vermehrt in der Cloud gehostet. Auftrags- und Analysedaten landen verschlüsselt im Netz und können so leicht und sicher zwischen unterschiedlichen Systemen ausgetauscht werden. Für die Integration in ein Netzwerk bieten cab Geräte im Standard alle hierzu benötigten physikalischen Schnittstellen. Plattformunabhängige Normen wie OPC-UA standardisieren die Interaktion und Kommunikation. Regelgrößen oder Messwerte können damit sicher ausgetauscht werden. Mit dem Übertragungsprotoll WebDAV lassen sich virtuelle Speicher in cab Geräte über das Netzwerk einbinden. Der Internetspeicher wird als Laufwerk verfügbar und so von überall aus erreichbar.

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Vernetzt kennzeichnen mit OPC UA

Etikettendruck mit WebDAV: Von überall auf Daten zugreifen

Sichere Daten

Datensicherheit im Labor

Spätestens beim Integrieren von Komponenten in ein Netzwerk, deren Administration und Authentifizierung, wird die Sicherheit persönlicher Daten zu einem Schlüsselthema. Lösungen für diese Aufgabenstellungen sind ein fester Bestandteil der cab Produktentwicklung. cab Etikettendrucksysteme bieten alle gängigen Protokolle, um Daten im Labornetzwerk zu schützen. Zum Beispiel lassen sich Benutzerrechte zuweisen und durch Passwörter einschränken. USB-Steckplätze und der Zugriff auf externe Speichermedien können gesperrt, Funknetze wie WLAN und Bluetooth ein- oder ausgeschaltet werden. Zugriffe auf Netzwerkdienste wie HTTP, FTP oder VNC sind nur mit Berechtigung möglich. Netzwerkprotokolle werden verschlüsselt, Algorithmen für höchste Sicherheit unterstützt, Firmwareupdates vor der Installation auf Integrität geprüft. Für die sichere Verbindung im Netzwerk ist ein hierzu erforderliches Zertifikat werkseitig im Drucker installiert.

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cabPROTECT: Datensicherheit beim Etikettendruck


November 2020

cab Produkttechnik GmbH & Co. KG

Wilhelm-Schickard-Str. 14
76131 Karlsruhe

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