Lebensmittel etikettieren
Beschriftung individuell oder in Serie – cab hat die Lösung

Karlsruhe, 15. Februar 2021

cab Geräte und Systeme ermöglichen eindeutige Beschriftung, dazu automatisierte Prozesse und Vernetzung. Einzel- und Großhändler werden damit den fortlaufend neuen Regularien gerecht.

Daten auf Etiketten können darüber entscheiden, ob ein Produkt vom Verbraucher zur Kasse getragen oder wieder in das Regal zurückgelegt wird. Inhaltsstoffe, Nährwerte oder Allergene, Preise, Füllmengen, Haltbarkeiten oder Herkünfte können relevant sein. Die Anforderungen an das Etikett sind individuell: Warenkennzeichnung im Innen- oder Außenbereich, in Tiefkühltruhen, auf Verpackungen oder als Siegel für Fleisch oder Fisch. Nachfolgend Beispiele

Saft kennt Apfel
Streuobstbauern bringt der Herbst Wahrheit. Äpfel, Birnen und Quitten sind gereift und können geerntet werden. Manche Sorten eignen sich für frischen eigenen Saft. Für dessen Herstellung stehen mobile Pressen an wechselnden Standorten bereit. Ralph Joos ist Initiator des Saftmobils Malsch. An vereinbarten Standorten in Baden hat er immer einen cab Drucker und geeignete Etiketten mit dabei.

Was passiert hier genau?
Joos: Angelieferte Äpfel werden unter Hochdruck gereinigt. Das gereinigte Obst landet über ein Band in einem Tank. Dort wird es gemust und gepresst. Der Trester wird ausgeschieden, der Saft in einen zweiten Tank geleitet. Dort wird er unter kurzer Erhitzung haltbar gemacht. Wir füllen den pasteurisierten Saft in Folienbeutel mit Auslasshahn ab und packen die Beutel in eine Kartonbox. Auf Wunsch geben wir den Saft unbehandelt aus. Unter alkoholischer Gärung wird er zu Most.

Womit kennzeichnen Sie die Saftkartons?
Joos: Wir haben vormals Etiketten fertig bedruckt mit unserem Logo und unserer Adresse gekauft. Die haben wir händisch vom Träger gelöst und dann verklebt. Mit unserer biozertifizierten Anlage produzieren wir inzwischen Saft auch aus Obst aus biologischem Anbau. Der wird im Handel vertrieben. Hierzu benötigen wir auf den Etiketten ergänzend EAN-Codes, Haltbarkeitsdaten, Losnummern und Beschreibungen des Produkts.

Deshalb haben Sie jetzt einen MACH 4S an Bord?
Joos: Ja. Wir bieten Apfel-, Birnen- und Quittensaft an, sortenrein oder gemischt, klar oder naturtrüb, dazu Bio. Kunden können wählen zwischen 3 Liter oder 5 Liter. Da kommen sehr viele verschiedene Etiketten zusammen, die wir vorbedruckt hätten kaufen müssen. Nun kann ich Etiketten in der cablabel Software selbst erstellen und übertrage sie per USB an den MACH 4S-Drucker. Die Möglichkeit des Stand-alone-Betriebs macht einen PC überflüssig. Die Etiketten können wir jederzeit abrufen, drucken und auf Verpackungen kleben, je nachdem, welchen Saft wir gerade produzieren.

Warum ein Drucker mit Spendefunktion?
Joos: Die unkomfortable Popelei beim Ablösen von Etiketten kennt jeder. Man sucht lange nach den Ecken und Rändern und beschädigt diese dabei. Die Geräteausführung unseres Druckers löst nach dem Druck das Etikett vom Trägermaterial. Ich brauche es an der Spendekante nur noch abzunehmen. Während ich das Etikett verklebe, druckt der Drucker bereits das nächste und stellt mir auch dieses zur Verfügung. Das ist eine feine Sache.

Sie sind bei den Etikettendaten flexibler geworden.
Joos: Das ist richtig. Durch ein zusätzliches Eingabefeld haben wir die Möglichkeit, Kunden ihren Saft individuell zu kennzeichnen – „Opas Bester“ etwa, oder „Peters Lieblingssaft“. Ganz toll finden das die Kinder. Die helfen uns gelegentlich an der Abfüllanlage und sind dann glücklich und stolz, mit dem eigenen Saft nach Hause zu gehen.

Brokkoli am laufenden Band
Er ist grün und gesund: der Brokkoli. In Europa zählt die Niederlande zu seinen wichtigsten Exportländern. Die Firma Gebr. Hoff en Zonen pflanzt in Westfriesland an. Frisch geernteter Brokkoli wird in einer Packhalle für die Zustellung in Supermärkte vorbereitet. An jeder Förderlinie lassen sich pro Minute vollautomatisch bis zu 70 Brokkoli einzeln in transparente Folie einschweißen, wiegen, etikettieren und sortieren.

Stationen nach Maß
Jeder Brokkoli ist verschieden. Das bedeutet für die Etikettiersysteme die Anforderung, innerhalb der Förderlinie dynamisch auf unterschiedliche Größen und Formen zu etikettieren. Weitere kritische Faktoren sind die unebene Oberfläche des Folienmaterials zum Einschweißen des Gemüses sowie die schnelle Frequenz, in der die Brokkoli nacheinander an der Etikettierstation vorbeikommen.

Für den Etikettendruck und die Etikettierung sind an jeder Förderlinie zwei cab HERMES-Systeme verbaut. Verschiedene Etikettenlayouts finden Verwendung. Der erste HERMES druckt Produktinformationen eindeutig lesbar auf Etiketten und appliziert die Etiketten auf jeden verpackten Brokkoli. Der zweite HERMES bringt vorbedruckte Schmucketiketten an. Zur Übergabe der gedruckten Etiketten wählte man eine Blasbox. Sie saugt die von der Druckeinheit gedruckten Etiketten mit einem Lüfter an. Ein starker Luftstoß bläst die Etiketten rund 20 cm weit kontaktlos auf den verpackten Brokkoli. Auf diese Weise wird kein Druck auf das Gemüse ausgeübt. Abschließend erfolgt die Sortierung der beschrifteten Brokkoli auf dem Förderband nach Gewicht in den richtigen Zielbereich.

Die Packanlage wurde von einem Systemintegrator und cab Partner entwickelt. Die HERMES prädestinieren insofern, als sie sich mit Stativen, Montagehilfen, Sensoren oder Tastern überall in Förderlinien integrieren lassen. Die Firmware ermöglicht schnelle Druckerprogrammierung. Der Aufwand für die Wartung der Geräte beschränkt sich auf ein Minimum.

Anwendungen ohne Ende
Produkte brauchen Kennzeichnung, im Lebensmittelsektor und auch weit darüber hinaus. Etiketten ermöglichen Identifikation, zeigen Herkünfte, Chargen oder Inhalte an. Im Automobilsektor sichern sie die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen bis zur kleinsten Schraube, in der Logistik planmäßige Zustellung. An Elektrogeräten verweisen Typenschilder aus Metall oder Kunststoff auf Leistungsdaten und Gebrauch. Im Pharmabereich sichert Kennzeichnung gesundheitsrelevante Analysen, in der Chemie zeigt sie Risiken im Umgang mit Produkten auf – mehrfarbig und ohne Sprachbarriere. Textiletiketten informieren über bestmögliche Pflege.

cab entwickelt und produziert seit 45 Jahren Kennzeichnungslösungen und ein umfassendes Zubehörprogramm für jede Anforderung. Reale Einsatzberichte samt Videos sind abrufbar unter www.cab.de/anwenderberichte

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Unternehmensprofil
cab ist Europas führender Hersteller von Geräten und Systemen zur Kennzeichnung von Einzelteilen, Baugruppen, Produkten und Verpackungen. Gesundes weltweites Wachstum, technisch funktionaler Vorsprung und kompetente Kundenbetreuung sind die obersten Ziele des Unternehmens. Dafür setzen sich 400 Mitarbeiter in Deutschland und in sieben Auslandsniederlassungen sowie 820 Vertriebspartner in über 80 Ländern rund um den Globus ein.

Ansprechpartner
Guntram Stadelmann
cab Produkttechnik GmbH & Co KG
Wilhelm-Schickard-Str. 14
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 6626-285
Fax: +49 721 6626-249
E-Mail: g.stadelmann@cab.de
www.cab.de

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