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Druck von Feinstaubplaketten bei der BMW Welt München

„Wir haben absolutes Neuland betreten“ - Thermotransferdrucker für Feinstaubplaketten

Am Anfang überwog die Skepsis. Aber die Zusammenarbeit zwischen Drucker-, Etiketten- und Automobilhersteller funktionierte vollkommen problemlos. Innerhalb kurzer Zeit konnte eine wirtschaftliche Lösung zum Plakettendruck verwirklicht werden. Und heute werden in unterschiedlichen Bereichen alle Feinstaubplaketten absolut scharf und lichtecht mit Thermotransferdruckern bedruckt.

„Wir überreichen unseren Kunden bei der Auslieferung ihres Neuwagens vor Ort in München grundsätzlich die grüne Feinstaubplakette“, erzählt Klaus Pechtl, zuständig für die Sicherung Vertriebswege in der BMW Welt in München. „Das ist eine kostenfreie Dienstleistung, der wir selbstverständlich nachkommen. Im Zuge einer einheitlichen Unternehmensdarstellung haben wir als Anbieter von Premiumfahrzeugen allerdings nach einer Lösung gesucht, die Plaketten mit dem entsprechenden Kennzeichen professionell und dokumentenecht zu bedrucken, damit sie nicht handschriftlich beschriftet werden müssen. Das entspricht nicht unseren hohen Ansprüchen.“

Abstimmen von Drucker und Etikett

Der Thermotransferdrucker kommt bei der Auslieferung zum Einsatz. Die Eingabe des Kennzeichens erfolgt über die Tastatur.
Der Thermotransferdrucker kommt bei der Auslieferung zum Einsatz. Die Eingabe des Kennzeichens erfolgt über die Tastatur.

Die Plakette selbst muss dabei nicht nur grundsätzlich alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen, sondern das Anforderungsprofil an die Drucktechnik geht noch weiter. Eine einfache und schnelle Handhabung, Sicherheit sowie eine hohe Praktikabilität im Alltag standen ebenso auf der Wunschliste wie der wirtschaftliche Aspekt. Die Investitionen in die Drucker mussten überschaubar sein.

„Unsere Anforderungen waren eindeutig“, berichtet Klaus Pechtl. „Wir wollten die Feinstaubplaketten bedrucken und nicht per Hand beschriften. Nach dem Klären der technischen Vorgaben haben wir uns nach den entsprechenden Anbietern umgesehen und sind schnell fündig geworden.“ Seit einigen Monaten kommen im Fuhrparkmanagement in Freimann, in der BMW Welt in München sowie in den Werken Dingolfing und Regensburg Thermotransferdrucker MACH4 des Unternehmens cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe, zum Einsatz – einem Spezialisten für Geräte und Systeme zum Kennzeichnen von Produkten für Industrie, Handel und Dienstleistung. Einfach zu implementieren und zum Teil ohne EDV-Anbindung produzieren die Drucker im Stand-alone-Betrieb ohne großen Aufwand beim Automobilhersteller eine saubere Plakette. Damit der Thermotransferdruck auf die Plaketten überhaupt funktioniert, d. h. die Schrift auf Dauer scharf und lichtecht haftet, stand am Anfang die Entwicklung einer entsprechenden Etikettenoberfläche. „Unsere Aufgabe war, aufgrund des Anforderungsprofils von BMW unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorlagen eine Lösung zu finden, die einfach ist und mit der bei einem geringen Zeitaufwand das Kennzeichen gleich eingedruckt werden kann“, verdeutlicht Ralf Müller, Leiter Vertrieb & Programmentwicklung des Behördenverlags Jüngling-gbb GmbH & Co. KG, Unterschleißheim.

Nach wenigen Sekunden ist die Feinstaubplakette gedruckt.
Nach wenigen Sekunden ist die Feinstaubplakette gedruckt.

„Aufgrund der Kennzeichnungsverordnung werden in immer mehr Großstädten Feinstaubplaketten gefordert.“ Der Verlag ist spezialisiert auf den Formulardruck. Die Produktpalette reicht vom klassischen Printformular über elektronische Formularsysteme für die öffentliche Verwaltung bis hin zu Stammbüchern.

Von der Idee bis zur ersten Umsetzung vergingen lediglich zwei Monate. „Nach drei Monaten stand die komplette Lösung“, blickt Klaus Pechtl zurück. „Anfangs war ich recht skeptisch. Es mussten nicht nur die gesetzlichen Anforderungen – von der Lichtechtheit bis zu den RAL-Farben - eingehalten werden, sondern bei den Klebeplaketten kommt es auch besonders auf die Schneidtechnik an. Die cab-Lösung funktioniert hier einwandfrei. Dazu kommt die spezielle Etikettenoberfläche, die in der kurzen Zeit komplett neu definiert werden musste, was in der Regel mit einem gewissen Risiko behaftet ist. Aber heute haben wir eine mehr als zufrieden stellende Lösung, die vor Ort eingesetzt werden kann.“

Als zusätzliche Leistung ist es darüber hinaus möglich, das Firmensiegel vor Auslieferung direkt in die Feinstaubplaketten einzudrucken. Die Plakette kann darüber hinaus mit einem werbewirksamen Rückseitenaufdruck individuell gestaltet werden. „Darüber denken wir zurzeit nach. Von der Hotline-Nummer bis zu Hinweisen für Finanzdienstleistungen gibt es eine Reihe von denkbaren Möglichkeiten“, erläutert Klaus Pechtl.

Vom Bogen- zum Rollenetikett

Die Feinstaubplaketten werden auf der Rolle geliefert.
Die Feinstaubplaketten werden auf der Rolle geliefert.

Aber die Entwicklung ging noch weiter. Ein Bedrucken einzelner Bögen mit Tintenstrahl- oder Laserdrucker kommt beim Massenverfahren nicht in Frage. Heute werden die Feinstaubplaketten für den Automobilhersteller auf der Rolle geliefert. Während anfangs 250 Stück auf einer Rolle waren, umfasst heute eine Rolle 1 500 Etiketten, die vom ersten bis zum letzten Etikett ohne Verlust genutzt werden kann. Dazu kommt, dass die eigentlichen Beschriftungsflächen fürs Kennzeichen klebefrei sind. Da nicht auf Klebeflächen gedruckt werden muss, handelt es sich um eine technisch hochwertige und damit auch besonders saubere Lösung.

Für die Neuwagen kommen grundsätzlich die grünen Plaketten zum Tragen. Insgesamt sind beim Automobilhersteller um die 25 000 Plaketten mit dem Thermotransferdrucker bedruckt worden. In Freimann sind die Fuhrparkfahrzeuge an das IT-System gekoppelt und die einzelnen Fahrgestellnummern als Barcode hinterlegt. Nach dem Ablesen des Barcodes wird das Kennzeichen über die Datenbank auf die Plakette gedruckt. „Das ergibt die zusätzliche Sicherheit, die eine Rückverfolgbarkeit jederzeit sicherstellt“, berichtet Klaus Pechtl.

Bei der Fahrzeugauslieferung in der BMW Welt läuft der Druck offline. Der Mitarbeiter des Kundencenters gibt manuell über eine Tastatur das Kennzeichen ein und stößt dann den Druck an, der in wenigen Sekunden abgeschlossen ist.

Hans-Joachim Poetzsch bei der Eingabe.
Hans-Joachim Poetzsch bei der Eingabe.

„Die Plakette wird dem Kunden übergeben, der entscheidet, an welche Stelle der Windschutzscheibe sie geklebt werden soll“, so  Hans-Joachim Poetzsch vom Kundencenter der BMW Welt zum internen Ablauf. Eine online-Anbindung ist aus Sicherheitsgründen bereits in der Planung.

Ein einzigartiges Erlebnis

Im Oktober letzten Jahres hat im Herzen Münchens in unmittelbarer Nähe zum Stammwerk, dem Museum und der Konzernzentrale die BMW Welt eröffnet. Sie bietet auf mehreren Ebenen eine besondere Gelegenheit, die Automobilmarke in allen Facetten zu erleben. Dazu kommen Veranstaltungen jeglicher Größe sowie eine Reihe von Restaurants. Den Besuchern offenbart sich eine lebendige Themenvielfalt rund um Mobilität, Technik und Innovation.

Der Markenauftritt, die Fahrzeugpräsentation sowie die Auslieferung stehen im neuen Gebäude im Mittelpunkt. „Jeder Kunde kann beim Kauf entscheiden, ob er in seinem Autohaus oder hier BMW Welt sein Auto in beeindruckender Atmosphäre in Empfang nehmen möchte“, macht Hans-Joachim Poetzsch das Konzept klar. „Und das gilt weltweit für unsere Kunden. Zurzeit befinden wir uns in der Anlaufphase, planen aber bereits im nächsten Jahr die Auslieferung von ca. 40.000 neuen Automobilen.“ Hier ist das Drucksystem im Januar in Betrieb genommen worden. Bis jetzt wurden um die 3 500 grüne Feinstaubplaketten ausgestellt.

Zukunftssichere Lösung

Grün, gelb oder rot: Die Farbe der Plakette entscheidet in Zukunft darüber, welche Autos bei zu hohen Feinstaubbelastungen noch in die Stadtzentren fahren dürfen. Jeder Autobesitzer ist angewiesen, sich um seine Plakette zu kümmern. „Wir waren der erste Automobilhersteller, der seinen Kunden als kostenlose Dienstleistung die Ausstellung mit Hilfe des Thermotransferdruckers als besonders saubere Lösung angeboten hat“, erzählt Klaus Pechtl.

Jochen Mack (cab), Ralf Müller (Behördenverlag Jüngling-gbb), Hans-Joachim Poetzsch, Klaus Pechtl
Jochen Mack (cab), Ralf Müller (Behördenverlag Jüngling-gbb), Hans-Joachim Poetzsch, Klaus Pechtl

Die Drucker haben von Anfang an nahezu perfekt funktioniert. „Trotzdem ist für uns der 24 Stunden Service im Fall der Fälle wichtig“, verdeutlicht Klaus Pechtl. „Wir übergeben unseren Kunden am neuen Standort in München ab 7.30 Uhr an sechs Tagen in der Woche sein Auto. Da muss alles reibungslos funktionieren. Darüber hinaus möchten wir bis ins Detail eine einheitliche Darstellung unserer Marke. Hierbei haben sich die Thermotransferdrucker bewährt, die einfach im Handling sich aus meiner Sicht auch in den Niederlassungen und bei unseren Händlern rechnen werden.“

 

 

Autor: Jochen Mack, cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Gebietsleiter Etikettendrucksysteme, Karlsruhe

© cab 2008.

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