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„Etiketten verleihen Produkten eine Identität“
Im Gespräch mit Heiko Weber, Abteilung Etiketten, Transferfolie

Interview zu Etiketten mit Heiko Weber

Benötigen Produkte einen Pass?

Sagen wir es so: Der Slogan „Produkte brauchen Kennzeichnung“ wurde von cab bewusst gewählt. Jedes Produkt benötigt zumindest ein Etikett – sei es zur Warenkennzeichnung oder Promotion, zur Deklaration der Inhaltsstoffe oder für einen Barcode zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit. Das Wörterbuch weist den Produkten Namen zu. Aber erst das Etikett verleiht ihnen eine Identität.

Welches Etikettenmaterial eignet sich für den Thermotransferdruck?

Im Wesentlichen sind das Papiere und Kunststoffe.

Worin liegen die Vorteile von Papier?

Papier ist besonders wandlungsfähig. In den Anwendungen unserer Kunden aus den unterschiedlichsten Gewerben kommt es glatt und holzfrei, mit rauer Oberfläche oder besonders hochwertig mit spezieller Beschichtung zum Einsatz.

Und Kunststoffetiketten?

Polyethylen, Polypropylen, Polyester oder auch Polyimide sind die erste Wahl, wenn hohe Beständigkeit gegen Feuchte oder sehr hohe Temperaturen sowie Reißfestigkeit verlangt werden. Ich denke da zum Beispiel an die Kennzeichnung von Produkten in den Fertigungsstraßen der Metallverarbeitung und Elektroindustrie. Oder auch an die Warenlagerung in Außenbereichen, an pharmazeutische Produkte und Kosmetika.

Welche Faktoren entscheiden über die Auswahl des Materials?

Jede Branche und jeder industrielle Sektor hat spezifische Anforderungen an die Qualität eines Etiketts und gibt unterschiedliche Rahmenbedingungen vor. Unsere Aufgabe ist es, alle diese Faktoren übergreifend zu evaluieren. Wir übertragen die Anforderungen auf die Spezifikationen der Etikettenmaterialien und sprechen dem Anwender darauf eine Empfehlung aus.

Ein Satz zur Lieferbarkeit …

Oftmals führen wir die passenden Etiketten in unserem Standardsortiment. Diese halten wir in ausreichender Menge auf Lager vor und können sofort ausliefern.

Was, wenn die Anwendung ein spezielles Etikett verlangt?

Kundenspezifisch können wir aus über 400 Materialien Sonderetiketten fertigen lassen – blanko oder individuell bedruckt, leicht ablösbar, extra stark haftend oder beständig gegen Chemikalien, Kälte oder Hitze. Ich sehe keine Aufgabenstellung, die wir nicht lösen könnten. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass unsere Kunden es sehr schätzen, von Beginn an bis zur Integration der Etikettenlösung in ihre Prozesse von einem cab Fachberater begleitet zu werden.

Was kann man sich unter einem Sonderetikett vorstellen? Zwei Beispiele reichen aus.

Für die Typenschildbeschriftung liefern wir Kunststoffetiketten mit metallisierter Oberfläche aus. Fenster- und Türenbauer erhalten von uns auf Anfrage Etiketten mit einem Schutzlaminat, das sich nach Abschluss der Holzveredelung bequem abziehen lässt.

Ist Prozesssicherheit ein Verkaufsargument?

Sogar ein wichtiges! Eine optimierte Schnittstelle ist entscheidend, um Kundenerwartungen bei Prozessen und deren Freigaben darzustellen und erfolgreich zu realisieren. Im Bereich Etiketten arbeiten wir mit einem IATF 16949-zertifizierten Partner zusammen. Hier bieten wir strukturierte Bemusterung im PPAP-Verfahren an. Das cab Qualitätsmanagement ist nach der internationalen Norm ISO 9001:2015 zertifiziert und an die High Level Structure angepasst.

Ist es ein Vorteil, Drucker, Etiketten und Transferfolien vom selben Anbieter zu beziehen?

Unbedingt! Soll die Produktkennzeichnung den höchsten Ansprüchen an Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit genügen, müssen Drucker, Etiketten und Transferfolie zusammenpassen.

Bitte konkreter.

Die Oberflächen unserer Etiketten sind optimiert für hohe Detailwiedergabe im Thermotransferdruck, die Durchmesser der Rollen und Kerne sowie die Wicklung auf cab Drucker abgestimmt. Außerdem können unsere Etiketten für die automatische Verarbeitung optimiert werden, was ein Maximum an Prozesssicherheit ermöglicht. Unsere Transferfolien haben besondere Rückenbeschichtungen, die die Restwärme besser ableitet und statische Aufladung sowie Reibung vermeidet. Das verbessert die Druckqualität und verlängert die Lebensdauer des Druckkopfs.

Stichwort Thermotransferfolie – welche Faktoren entscheiden über deren Qualität?

In Abhängigkeit der Anwendung und des verwendeten Etikettenmaterials stellen wir die Qualitätsstufen Wachs und Harz zur Verfügung, dazu Harz-Wachs-Gemische.

Für welche Etiketten sind Wachsfolien der ideale Partner?

Wachsfolien machen insbesondere beim Druck auf Papier Sinn, weil das Wachs sehr gut in das Etikettenmaterial einschmilzt. Mit einer geringen Druckenergie lassen sich Druckergebnisse mit hohem Kontrast und einer guten Schwärzung erzielen.

Wann sind Harzfolien gefragt?

Mit Harz-Wachs-Gemischen ist man beim universellen Druck auf glattes Papier oder Kunststoff besonders flexibel. Gegenüber den reinen Wachsfolien sind sie bei einer ebenso guten Schwärzung abrieb- und kratzfester. Wird in rauer Umgebung auf Kunststoffetiketten gedruckt, führt kaum ein Weg an reinen Harzfolien vorbei. Das liegt primär an ihrer Robustheit. Synthetisches Harz ist wisch- und kratzfest und beständig gegen Chemikalien und Öle. Es ist keine hohe Druckenergie notwendig.


Oktober 2019

cab Produkttechnik GmbH & Co. KG

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